Schullandheim Klassen 3ac

Direkt nach den Herbstferien verbrachten die Klassen 3a und 3c vier schöne Tage im Schullandheim in Bad Windsheim. Die Schülerinnen und Schüler der beiden Klassen berichten: 

Ankunft und Anreise
Wir trafen uns um 8.40 Uhr am Busbahnhof. Dann fuhren wir mit dem Bus um 9.00 Uhr ab. Die Fahrt nach Bad Windsheim dauerte eine Stunde und fünfzehn Minuten. Nach einer Weile wurde es uns im Bus langweilig und wir bekamen Hunger. Dann spielten wir ein Reisespiel oder lasen uns gegenseitig vor. Als wir angekommen waren, mussten wir etwas vor der Tür des Schullandheims warten. Gemeinsam schafften wir es, alle Betten zu beziehen und konnten schließlich beim Mittagessen unseren Hunger mit Nudeln stillen. 

Unsere Zimmer
Damit das Bettenbeziehen leichter fällt, musste man üben. Die Betten waren sehr gemütlich. Wir hatten Hochbetten. Jedes Kind hatte einen eigenen Schrank. Wir hatten eine Dusche und ein Klo in unserem Zimmer, außerdem zwei Waschbecken. Die Zimmer waren sehr schön.

Der Tagesablauf
Um 7.00 Uhr mussten wir aufstehen, um 8.00 Uhr gab es Frühstück. Dann hatten wir Freizeit und Unterricht. Hinterher gab es Mittagessen und wir hatten noch ein bisschen Freizeit.
Danach gingen wir ins Freilandmuseum. Um 18.00 Uhr gab es Abendessen. Um 21.00 Uhr war Nachtruhe und um 22.00 Uhr musste man schlafen.

Essen
Ab dem ersten Tag war das Essen köstlich, und für jedes Essen gab es einen anderen Tischdienst. Es gab zu jedem Essen ein leckeres Buffet. Das Frühstücksmüsli war sehr lecker. Für die Allergiker wurde immer extra gekocht. Das Essen war sehr abwechslungsreich und man konnte sich immer Nachschub holen. Es gab Früchte, die man jederzeit essen konnte. Es gab zu jeder Mahlzeit Wasser und Tee, zum Frühstück auch noch Kakao. Nach dem Mittagessen gab es immer Nachtisch, und nach jeder Mahlzeit musste der Tischdienst kehren.

Unterricht im Schullandheim
Wir haben Sätze nach Wortarten untersucht und Übungen dazu gemacht. Auch über den Wald und die Tiere, die darin leben, haben wir viel gelernt.
Die Ausbildung zu Juniorhelfern startete und wir übten, wie man Pflaster auf eine Wunde, z.B. am Ellbogen oder an der Fingerkuppe, klebt. Auch die stabile Seitenlage durften wir ausprobieren.  

Freizeit
Die Freizeit war eine tolle Zeit. In dieser Zeit konnte man machen, was man wollte. Nur das Außengelände konnten wir nicht nutzen, da es immer regnete. Die Jungen gingen oft ins Forum. Das Forum ist ein Raum, in dem es Tischtennisplatten und einen Billardtisch gibt. Im Forum steht auch ein Getränkeautomat. Einen Kicker konnte man dort auch finden.

Abends im Schullandheim
Am ersten Tag lernten wir das Schullandheim bei einer Hausrallye näher kennen.
Am Dienstag gab es verschiedene Angebote am Abend: Quatschgeschichten schreiben, Wer baut den höchsten Turm?, Zahlenrätsel und Freundschaftsbändchen knüpfen.
Beim Quatschgeschichte erfinden, hatten wir halbfertige Geschichte, in die wir Quatschwörter einbauen mussten. 
Die Gruppe Turmbau schaffte es, mit Hilfe von Zeitungen und Klebeband hohe Türme zu bauen.
Das Knüpfen und Flechten von Armbändern war anfangs nicht so leicht.
Auch die Rechenrätsel und Logicals machten viel Spaß, auch wenn man oft etwas knobeln musste.
Am letzten Abend schauten wir einen Film an. Wir durften aus zwei Filmen wählen.  

 

 

 

 

 

 

Nachtruhe und Wecken
Vor dem Einschlafen lasen uns die Lehrerinnen noch eine Geschichte vor. Auch danach lasen manche noch lange in ihren Betten. Wir mussten erst spät ins Bett. Viele flüsterten noch leise. Größtenteils waren die Nächte aber ziemlich ruhig. Am nächsten Morgen wurden wir gegen 7.00 Uhr geweckt.

Das Freilandmuseum
Das Freilandmuseum ist fast vierzig Jahre alt und mittlerweile sind darin über 100 alte Bauernhäuser, Scheunen, Ställe und Werkstätten aufgebaut worden. Bei unserem ersten Besuch konnten wir uns erst einmal überall umschauen.

Die alte Ziegelei
Eine große Besonderheit war, dass genau in dieser Woche der Ofen der Ziegelei angefeuert wurde. Am Dienstag sind wir das erste Mal zur Ziegelei gegangen. Bei der Ziegelei werden Ziegelsteine gebrannt. Das erste Mal war es 150 Grad heiß. Am Mittwoch hatte der Brennofen bereits rund 700 Grad. Am Donnerstag sollte es 1000 Grad heiß werden. Als es so weit war, war es echt heiß für uns. Man konnte das Feuer sehen.

  

Schule früher
Wir waren im Freilandmuseum und haben an verschiedenen Workshops teilgenommen. In der Schule früher waren ganz viele Kinder in einem Klassenzimmer. Früher wollten die Lehrer immer mehr Kinder, damit sie mehr Geld verdienen. Wir haben gelernt, dass die Kinder früher alle zusammen von der 1. bis 7. Klasse im Obergeschoss von einem Lehrer unterrichtet wurden.
Die meisten Kinder mussten quer über das ganze Feld rennen, um pünktlich im Klassenzimmer zu sein. Dort schrieben sie und rechneten eifrig mit Griffel und Feder. Mittags kamen die Kinder von der Schule zurück. Auf dem Tisch lag ein Zettel, wo draufstand, wo und was das Essen war. Wenn sie fertig waren, mussten sie gleich aufs Feld, um den Eltern bei der Ernte zu helfen.
Es hatten aber nicht alle Kinder genug Geld für die Schule.
Wir sind froh, dass wir nicht früher zur Schule gegangen sind, weil wenn man Quatsch gemacht hat, wurde einem mit Holz auf die Finger gehauen oder man musste sich auf ein Holzstück knien. 

Feuer und Licht im Wandel der Zeit
Das Feuer brauchten die Menschen früher, um zu kochen und Licht und Wärme ins Haus zu bringen.
Man hat Kerzen angezündet, damit es wärmer wird – vor allem im Winter bei viel Schnee. Man musste aber auch aufpassen wegen dem ganzen Holz und Stroh.
Wir schauten uns Lichter aus verschiedenen Zeiten an und mussten diese am Ende wie einen Zeitstrahl sortieren. Wir lernten, wie man früher Feuer und Licht gemacht hat. z.B. wurde Feuer mit einem Feuerstein angezündet. Es war cool. 

Von der Kuh zur Butter
Als erstes sind wir in den Ochsenstall gegangen, dort konnten wir die Ochsen streicheln. Im Stall gab es eine Holzkuh, die man melken konnte, und wir haben sie gemolken.
Dann waren wir in einem Bauernhaus. Dort gab es zwei frischgeborene Kälber und ein Schwein. Dann ging’s ans Buttermachen! Wir haben Rahm in einen Behälter getan und den Deckel drauf gemacht. Dann haben wir an einer Kurbel gedreht, die am Deckel befestigt war, so lange bis es Butter wurde. Dann haben wir die Buttermilch rausgedrückt und hatten Butter.

Vom Schaf zur Wolle
Wir waren in der Schäferei. Wir haben uns Schafe angeschaut. Wir waren in dem Haus des Hirten früher. Wir haben Wolle gekämmt. Wir haben Fäden gemacht. Wir haben Schäfchen gemacht. Wir haben mit den Wollschäfchen gespielt.

Total verfilzt!
In der Schäferei zeigte uns Frau Hurt, wie aus einem Schaf Wolle gemacht wurde. Kinder konnten früher oft nicht in die Schule gehen, weil sie beim Rasieren der Schafe helfen mussten. Mit einem Spinnrad wurde das Schaffell zu Wolle verwandelt. Wir durften aus dem Fell mit Hilfe von Kardätschen feines Vlies erstellen, das wir dann um einen Stift wickelten und eine Hülle für den Stift filzen konnten. 

Kinderspielzeug von früher
Wir haben mit der Frau Ulm ein Haus von einem Weber angeschaut. In den Zimmern war es sehr kalt, außer in der Kemenate und in der Stube, weil da der Ofen und die Küche waren. Dann haben wir einen Bauernhof angeschaut. Am Ende haben wir Schiffe gebaut und diese bis zur Mühle schwimmen lassen.